Besucherandrang beim Tag der offenen Tür

EDV-Schulen des Landkreises bieten interessante Möglichkeiten

 Mit freundlicher Genehmigung des Plattlinger Anzeigers (idowa)

Plattling. (tfr) Auf sehr großes Interesse ist am Samstag der „Tag der offenen Tür“ an den Plattlinger EDV-Schulen gestoßen. In Aula und Gängen herrschte reger Publikumsverkehr und an verschiedenen Informationsständen wurde eifrig nachgefragt.

griebl informiert   julia beobachtet
Schulleiter Professor Dr. Martin Griebl informierte über Ausbildungswege der EDV-Schulen. (Fotos: Theresia Friedberger)   EDV-Schülerin Julia Plödereder beobachtet Besucher, die das von ihr programmierte Memory-Spiel ausprobieren.

 

Das angebotene Programm verlockte manche Besucher dazu, sich selbst an den PC zu setzen und Neues auszuprobieren oder den Profis über die Schulter zu schauen. Von der Erstellung eines Ferienkalenders in Excel über die Erstellung einer Homepage bis zur Programmierung in Java reichten die Möglichkeiten, sich näher mit der Informatik zu befassen. Stark frequentiert waren auch die Informationsvorträge über die Ausbildungswege der EDV-Schulen.

Schulleiter Professor Dr. Martin Griebl sprach in seinem Vortrag die „Einsteiger“ an, die nach dem Schulabschluss eine Ausbildung an den EDV-Schulen anstreben. Die meisten waren in Begleitung ihrer Eltern und ließen sich von Dr. Griebl über den Umfang der Ausbildung und die Berufsaussichten aufklären. Diese seien nach wie vor gut, stellte der Schulleiter heraus.

Im vergangenen Jahr habe es im IT-Bereich 51 000 offene Stellen gegeben. Informatik werde in allen Betrieben und Lebensbereichen gebraucht.

Er verdeutlichte die umfassendere Ausbildung der EDV-Schulen gegenüber einer dualen Ausbildung in einem Betrieb. „Wer hier seinen Abschluss macht, ist breiter aufgestellt und hat daher mehr Möglichkeiten“. Dr. Griebl führte aus, dass die Absolventen der EDV-Schulen überwiegend in der Region einen Arbeitsplatz fänden. Er stellte aber auch klar, was es braucht, um ein guter Informatiker zu werden: „Tüfteln und denken mögen“.

Die EDV-Schulen gibt es seit 30 Jahren. In einer dreijährigen Ausbildungszeit werden Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung oder Informatikkaufleute ausgebildet. Voraussetzung ist in der Regel die mittlere Reife. Darüber hinaus gibt es eine zweijährige Ausbildung zum Staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker, die jedoch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt. Dieser Abschluss ist einem Bachelor-Studium gleichgestellt und bietet damit auch den Zugang zu einem Studium an einer Hochschule.

Träger der EDV-Schulen ist der Landkreis Deggendorf. Das Einzugsgebiet der Schüler reicht jedoch über den Landkreis Deggendorf hinaus.

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