Gu­te und kons­truk­ti­ve Ge­sprä­che ge­führt

Mit freundlicher Genehmigung des Plattlinger Anzeigers (idowa)

Fir­men­kon­takt­ge­sprä­che und an­schlie­ßen­de Po­di­ums­dis­kuss­ion an den EDV-Schu­len

thum firmenkontakt2Plattling. (lb) Wie wichtig der Kontakt mit einzelnen Firmen bezüglich einer Bewerbung schon vor dem Schulschluss ist, zeigte sich wieder am Freitag in den EDV-Schulen. Die Firmenkontaktgespräche haben dort schon Tradition und manche Personalchefs sind bereits zum 18. Mal hier. Dies ist sicherlich ein Indiz, wie begehrt die Absolventen der Schulen bei der Wirtschaft sind.

 

So hatten die 14 Absolventen der Abschlussklasse 2017 die Möglichkeit mit neun IT-Unternehmen Kontakt aufzunehmen. Sie bereiteten sich in Rahmen eines Softskill-Seminars bereits im Vorfeld auf die Bewerbungsgespräche vor, unter professioneller Anleitung von Sarah Zenzs und Marko Küblböck von der Firma Ferchau Engineering GmbH Deggendorf. Dies wurde auch in Rollenspielen bestens geübt. Aber auch sonst wurden ihnen die nötigen Tipps und Tricks vermittelt. Die Schüler konnten sich bei jeweils drei Firmen präsentieren. Den Firmen wurde damit die Gelegenheit geboten, sich über den Kenntnisstand der jeweiligen Bewerber zu verschaffen.

Im Anschluss folgte eine gut zweistündige Podiumsdiskussion, in der die einzelnen Firmenvertreter ihre Meinung zu den Schülern vortrugen. So waren die meisten mit dem Wissen der einzelnen Schüler sehr zu frieden. Was bei allen auffiel, waren die etwas überhöhte Erwartungen der Bewerber bezüglich der Gehälter. Hier rieten die Vertreter, lieber etwas nach unten gehen und sich dann nach der Probezeit nochmals mit den Personalmanagern oder Chefs zu neuen Verhandlungen zusammenzusitzen. Auch ist eine Spanne sehr vom Vorteil. Jedoch sollten die Forderungen im Bereich um die 35 000 Euro liegen.

Auch kommt es den meisten der Firmenvertretern nicht immer auf die Noten an, sondern für sie ist eine Persönlichkeit viel wichtiger und auch, ob der Bewerber ins Team passt und sich anpassen kann. Daher sollten die angehenden ITler ruhig ihr eigenes Wesen und auch ihre Interessen zeigen um nicht im Sumpf der breiten Masse zu versinken. Dass man nicht so sehr auf die Noten achtet, bedeute aber nicht, dass man nun nichts mehr lernt und einem die Benotung egal ist.

Viele der Firmenvertreter sind mit den Abgängern der Schule sehr zufrieden und auch mit den Schülern, die sie im letzten Jahr eingestellt haben. So berichtete eine Frau, dass sie zwei eingestellt hat, einen mit einem sehr guten Zeugnis und der andere war etwas schwächer. Der mit den guten Noten würde sich am liebsten in irgendeinen Raum verkriechen, um seine Arbeit zu machen, der andere ist mehr der Mensch, der auf andere Menschen zugeht und daher auch für die Kunden sehr wichtig ist. So haben beide die Erwartung der Firmenvertreterin erfüllt.

Viele haben sehr interessante Gespräche mit den Bewerbern geführt, die sie gerne nochmals auf eigenen Boden wiederholen wollen. Auch waren die Unterlagen sehr gut vorbereitet. Was jedoch vermisst wurde, waren private Interessen – zum Beispiel Hobbys. Auch empfanden die Firmenvertreter die Pausen zwischen den einzelnen Gesprächen etwas zu knapp, da ja auch sie sich von dem einen auf den anderen umstellen müssen. Auch erwarten sie, dass die Bewerber vor dem Gespräch die Homepage der einzelnen Firmen lesen, um sich darüber zu informieren. So können sie bereits mit einem guten Wissen über die Firma in das Gespräch gehen.

Alle waren erfreut über die sehr guten Gespräche, da alle Schüler sehr konkrete Vorstellungen über ihren weiteren Werdegang hatten. Der Vertreter einer Firma mit 6 500 Beschäftigten war auch sehr erfreut über die unterschiedlichen Gespräche mit den Bewerbern. So ging es bei dem einen um den betriebswirtschaftlichen Grund bei dem anderen um die Entwicklung oder den IT- Bereich. Er habe sich bereits für einen und einen Halben entschieden, bei denen die Persönlichkeit stimm. Dies müsse nun in einem zweiten Gespräch vertieft werden. Es muss halt alles passen, auch in einem sehr kleinen Team. Hauptsache der Wille ist da und die Gesamtbalance stimmt. Jeder sollte seine Stärken haben, sei es als BWS-Entwickler oder in der Technik. Denn die meisten Firmen brauchen keine Leitwölfe, sondern auch anders denkende Menschen.

Als letzten guten Ratschlag gaben die Firmenvertreter den Schülern noch mit, dass sie offen und ehrlich wirken und sich nicht zu sehr verkrampfen sollen. Dazu gehört auch die nötige Portion Selbstbewusstsein.

Folgende Firmen waren zu den Bewerbungsgesprächen anwesend: 4process AG Passau, Ferchau Engineering GmbH Deggendorf, Innowerk IT Passau, Neovias GmbH Passau, SAE GmbH Weng, msg systems ag Passau, T.CON GmbH Plattling, ZITEC Industrietechnik Plattling, Zollner Elektronik AG Zandt.

firmenkontakt1

 Für die Firmenvertreter waren es viele interessante Gespräche. (Fotos: Eleonore Ladebeck)