Wie man virtuelle Stöckchen macht

Mit freundlicher Genehmigung des Plattlinger Anzeigers (idowa)

Schöllnacher Realschüler bastelten mit den EDV-Schulen Plattling an innovativen Apps
thumb besuch rs schoellnachSchöllnach/Plattling. (da) Virtuellen Hunden ein Stöckchen zuwerfen, mittels App im Notfall helfen – in den Schulen im Landkreis gehört die Digitalisierung fest dazu. Besonders eng arbeiten zum Beispiel die Realschule Schöllnach und die EDV-Schulen Plattling zusammen. Seit 2017 gibt es die Kooperation, die im Zuge des Schulversuchs „Digitale Schule 2020“, an dem die Schöllnacher Realschule als einzige in Ostbayern den Zuschlag erhielt, entstand. Um zu sehen, wie eine Ausbildung in der Informatik aussieht und wie man Digitalisierung vorantreibt, kam vor kurzem die Klasse 8 a in Begleitung der Lehrkräfte Carmen Kölbl und Andreas Lindner an die EDV-Schulen.
Möglichkeiten aufgezeigt

Schulleiter Prof. Dr. Martin Griebl begrüßte die Gäste, gab ihnen eine kurze Einführung in die verschiedenen IT-Berufe und deren Herausforderungen und zeigte auf, wie man als angehender Informatiker die Zukunft aktiv mitgestalten kann. Nach einer Führung durch das Haus trafen die technologiebegeisterten Achtklässler auf die Auszubildenden der Berufsfachschule für IT-Berufe.
Digitaler „Werkzeugkasten“

Die Lehrkräfte der EDV-Schule, Dieter Roth und Klaus Krieger, hatten ein abwechslungsreiches Programm für die Gäste entwickelt. Los ging es mit dem „App-Inventor“. Jeder Realschüler bekam einen Schüler der Berufsfachschule 10 b als Betreuer zur Seite gestellt. Gemeinsam erstellte man mit einem für Anfänger entwickelten „Werkzeugkasten“ eine App, mit der man virtuellen Hunden Kommandos geben kann. Die App wurde auf den von den Besuchern mitgebrachten Smartphones entwickelt und konnte dort zum Schluss dauerhaft installiert werden. Nach einer kurzen Pause ging es um die Vorstellung von Projekten in der Softwareentwicklung und der Hardwareprogrammierung. Diese Projekte erstellen die Schüler der Berufsfachschule 11 in kleinen Teams im Unterricht der schuleigenen Trainingsfirma. Sie verwenden dafür neue Technologien für ihre innovativen Ideen.
Breites Repertoire

Die vorgestellten Schüler-Projekte waren im Einzelnen: Eine Notfall-App zur Benachrichtigung von Helfern (anderen Usern der App) im Umkreis per Push-Benachrichtigung; eine Software zur Anzeige von Anforderungen des Deutschen Sportabzeichens sowie die Verwaltung der erreichten Leistungen; ein Monopoly „Brettspiel“ im Web-Browser, um das Spielen auch zu ermöglichen, wenn man nicht im selben Raum sitzt; eine Chat-Anwendung in Client/Server-Technologie, bei der alle User einen Chat lesen können, die sich in derselben Region (zum Beispiel am Bahnhof oder im Sport-Stadion) befinden wie der Autor der Nachricht; eine Android-App, die einen „Zweikampf“ zwischen zwei Smartphones per Bluetooth als Spiel simuliert und anschließend das Upgraden des Geräts mit besseren Waffen und Schilden ermöglicht; zwei Anwendungen für die Virtual-Reality-Brille „Oculus Rift“, die in einer virtuellen Welt das Bogenschießen ermöglichen oder den Ausbruch aus einem „Escape-Room“ erlebbar machen, eine Augmented-Reality-Anwendung dagegen ermöglichte über die Kameraansicht eines Smartphones das Anreichern der realen Welt um virtuelle Gegenstände.
Hoffen auf Bewerbungen

Beeindruckt von dem, was die IT-ler ihnen präsentierten und welches Know-how diese nach 18 Monaten Ausbildung erreicht haben, entstand eine rege Interaktion zwischen den Schülern. Einige der Realschüler bekundeten ihr Interesse, es den EDV-Schülern gleich zu tun, und Schulleiter Prof. Griebl hofft auf deren Bewerbungen.

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