57 EDV-Schüler feiern ihren Abschluss – Schmalhofer: Stetige Weiterbildung ist in dieser Branche Pflicht

Mit freundlicher Genehmigung der Deggendorfer Zeitung PNP von Sonja Meier

Plattling. 57 EDV-Schüler haben ihren Abschluss geschafft. Am Donnerstagabend wurden sie verabschiedet. Einige freuten sich über die berühmte Eins vor dem Komma.

thumb abschlussAls erster Redner der anwesenden Ehrengäste, zu denen auch Mathias Berger von der IHK Passau sowie Realschuldirektor Karl-Heinz Mathy gehörten, ergriff Franz Schneider in seiner Funktion als Bereichsleiter der Regierung von Niederbayern das Wort. Er freue sich sehr, dass die meisten der Absolventen bereits einen Arbeitsvertrag im der Tasche hätten. In einer Zeit, in der die Digitalisierung in allen Lebensbereichen rasant zunimmt, seien gut ausgebildete „IT-ler“ absolut gefragt und fast schon existenziell.

Er ist sich sicher, dass die zwei- oder auch dreijährige Ausbildung oft auch hart sei, aber dafür seien die Absolventen mit „sehr gutem Handwerkszeug“ für die Zukunft gerüstet. Die Basics seien oft immer die gleichen und der Rest lasse sich auf dieses gute Fundament leicht aufbauen. Es freue ihn zu sehen, dass hier keine weltfremden Nerds vor ihm stehen − dies sei ohnehin ein völlig deplatziertes Vorurteil −, sondern aufgeschlossene, interessierte und zukunftsfeste junge Menschen. Das Glück, so sinnierte Schneider, liege in den Menschen, nicht in den Dingen.

 

Eine „unformatierte Rede“ ohne Backup

Stellvertretender Landrat Roman Fischer lieferte eine kurze, aber völlig „unformatierte“ Rede, ganz ohne Backup. Er erinnere sich, wie in den Anfängen der EDV-Schulen vor 32 Jahren dieses Projekt noch belächelt wurde. Heute sei ausnahmslos jeder froh über diese Schulen und die Einrichtung genieße eine hervorragenden Ruf über die regionalen Grenzen hinaus. Er wünscht sich, dass einige der Absolventen in der Region bleiben und die hiesige Wirtschaft mit ihrem Wissen bereichern.
Zweiter Bürgermeister Hans Schmalhofer betonte, dass er sich gut vorstellen könne, wie einerseits neugierig und voller Tatendrang die Absolventen seien, wie sich aber andererseits oft auch Nervosität einschleicht – angesichts der Tatsache, dass nun ein völlig neuer Lebensabschnitt beginnt, bei dem man eigenverantwortlich an seiner Karriere arbeiten muss. Stetige Weiterbildung sei in diesem Berufszweig angesagt, um immer auf der Höhe der schnelllebigen Zeit zu bleiben.
Kurz vor der Zeugnisvergabe hielt Schulleiter Martin Griebl noch einen Zettel in die Höhe mit der Jubiläumszahl 100 000. Fragende Gesichter rundherum ob dieser Zahl, denn damit lassen sich weder Jahre noch Monate noch Stunden erklären. Die Schulen feiern doch ihren 32. Geburtstag. Nun, jeder der Absolventen wusste auf dieses Rätsel sofort eine Antwort. Denn die Zahl 100 000 steht in IT-Systemen für die 32. Griebl eröffnete bedankte sich außerdem bei allen Lehrern, Bereichsleitern und dem Landkreis, der die Schule stets tatkräftig und finanziell unterstütze. Sein Dank galt auch allen fleißigen Schülern sowie den Leuten im Hintergrund, ohne die nie etwas funktioniere: Damit meinte er Hausmeister, Sekretärinnen und Systembetreuer. Den Berufsfrischlingen helfe keine Auswendiglernerei, sagte Griebl des Weiteren. Zu oft würden sie nämlich mit Fragen konfrontiert, auf die es noch keine Antwort gibt. Lösungen zu finden, dies sei die berufliche Herausforderung. Die Absolventen könnten auf eine Ausbildung zurückblicken, bei der der Spagat zwischen Abstraktem und Konkretem gelungen sei. „Mit bestem Rüstzeug im Gepäck“ würden sie nun starten, jederzeit offen für Neues, kreativ im Denken und alte Muster erkennend.

 

Meisterprämie von 2000 Euro

Alle Absolventen erhalten vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus eine Fachschulen-Meisterprämie, die von 1500 auf 2000 Euro erhöht wurde. Die Meisterpreise der Fachschule gingen an Andreas Dax (Notendurchschnitt von 1,15), Tobias Franziszi (1,15), Maximilian Bauer (1,23) und Juran Wüster (1,23). Silberbarren von der Sparkasse erhielten angehende IT-Fachkräfte mit besonders guten Leistungen: Infromatikkaufmann Thomas Mühlbauer (1,18), die Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung Ramona Hartinger (1,27) und Alexander Holland (1,27) sowie die staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker Andreas Dax und Tobias Franziszi.

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