Fachkräfte sehr gefragt

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Mit freundlicher Genehmigung des Plattlinger Anzeigers (idowa)

EDV-Schulen Plattling verabschieden 53 Absolventen bei Feierstunde

Absolventen2022Plattling. (fa) Die Jugend liebe heutzutage den Luxus, habe schlechte Manieren, verachte die Autoritäten, habe keinen Respekt vor älteren Leute und widerspreche den Eltern – diese Meinung vertrete nicht er selbst, sondern stammt von Sokrates und ist damit fast 2500 Jahre alt, sagte der stellvertretende Schulleiter der EDV-Schulen, Klaus Krieger, im Rahmen der Abschlussfeier für die 53 angehenden Fachinformatiker.

Die 17 Fachschüler hätten sogar ihren Beruf aufgegeben, um sich für zwei Jahre weiterzubilden. Von den Berufsfachschülern, die in drei Jahren ihre Ausbildung zum Wirtschaftsinformatiker absolvierten, haben 15 den Fachinformatiker für Systemintegration und 21 den Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung geschafft. Ein großer Teil der Absolventen habe im Landkreis eine Stelle bekommen. Auswärtige Schüler hätten sogar Plattling als eine zweite Heimat gewählt.

Unterschätzter Schultyp

Stellvertretender Landrat Roman Fischer hatte zwei Zitate für die Absolventen. „Ich glaube an das Pferd, das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung“, von Kaiser Wilhelm II und „Es gibt keinen Grund, warum irgendjemand einen Computer in seinem Haus wollen würde“ von Bill Gates. Heute stünden Autos vor dem Haus und Computer in den Haushalten. Die EDV-Schulen wurden 1987 gegründet und kaum ein Schultyp wie dieser wurde anfangs so unterschätzt, sagte Fischer.

Eine dreijährige Ausbildung und gerade im IT-Bereich sei höchst anspruchsvoll, sagte der Vizepräsident der IHK Niederbayern Toni Fink. Es gehöre viel Fleiß, Durchhaltevermögen, Neugier und Lernbereitschaft dazu. Fachkräfte in diesem Bereich seien in Niederbayern und darüber hinaus sehr gefragt. Die Digitalisierung beschleunige den Ablauf im Leben, doch sollte sich nicht jeder verleiten lassen, denn nicht alles, was schnell oder einfach zu erreichen sei, sei auch besser. „Lebenslanges Lernen“, gerade in diesem Beruf, sei gefragt. Diese Ausbildung sei der erste Schritt für Fort- und Weiterbildungen.

Professor Dr. Martin Griebl überbrachte in einer Videoschaltung Grüße an die Absolventen. Matthias Golginger vom Förderverein schätze als ehemaliger Schüler die „Kennenlerngemeinschaft“.

Nach der Zeugnisverleihung wurden die besten Schüler ausgezeichnet. Für die Fachschüler gab es eine Urkunde zur Meisterpreisverleihung von der Bayerischen Staatsregierung: Julian Ordon mit einem Notendurchschnitt von (1,23), Sven Schladebach (1,38), Konstantin Kissner (1,61) und Simon Brunner (1,84).

Staatspreisurkunden der Regierung von Niederbayern gab es für Kai Jeschek mit einem Notendurchschnitt von (1,36), Michael Grill (1,45) und Tim Sedlmayer (1,45). Julian Ordon bekam noch einen kleinen Goldbarren von der Sparkasse. Der Förderverein vergab zwei Buchgutscheine an die besten Absolventen der Berufsschule: Kai Jeschek und Julian Lorenz.

 

PCWerkstatt

Stellvertretender Schulleiter Klaus Krieger (l.) mit den Preisträgern (v. l.): Julian Ordon, Sven Schladebach, Konstantin Kissner, Simon Brunner, Tim Sedlmayer, Julian Lorenz, Kai Jeschke und Michael Grill. Fotos: Fritz Apfelbeck

EDV Schule

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