Ein konstanter Besucherstrom hat am Samstag den Tag der offenen Tür an den EDV-Schulen genutzt, um sich ein Bild von der Ausbildung an der Berufsfachschule und der Höherqualifizierung an der Fachschule (Abschluss: Bachelor Professional) zu machen.
Infos aus erster Hand gab es dazu in den interessanten Vorträgen „Mein Ziel: Fachinformatiker/-in“ von Schulleiter Prof. Dr. Martin Griebl und „Weiterbildung zum/ zur Staatlich geprüften Wirtschaftsinformatiker/-in“ von stellvertretendem Schulleiter Klaus Krieger. „Viele Besucherinnen und Besucher verfolgten sehr aufmerksam die Beschreibungen sowohl der Berufsfelder der IT – jetzt und in absehbarer Zukunft – als auch der Vorteile einer schulischen Berufsausbildung im Informatik-Bereich, woraus sich auch noch zahlreiche gute Folgegespräche ergeben haben“, freute sich Prof. Dr. Griebl.
„Durch unsere Teilnahme am Pilotprojekt des Kultusministeriums können wir in der Fachschule den KI-Schwerpunkt anbieten, was vom Publikum viel Anerkennung und Lob brachte, weil wir bei den neuesten Entwicklungen ganz vorn dran sind“, resümierte Krieger seinen Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde.
Auch Landrat Sibler ließ es sich nicht nehmen, auf eine Stippvisite vorbeizukommen, einen Blick in die Klassenzimmer zu werfen und sich einige Abschlussprojekte der Zwölftklässler erklären zu lassen, etwa das „magische Schach“ von Tim Weigl: „Das Prinzip der Bewegung durch die Motoren könnte auch in der Industrie eingesetzt werden; hier sind die Knotenpunkte halt in ein Koordinatensystem für Schachfelder unterteilt“, so der Berufsfachschüler.
Praktische Erfahrungen konnte man in den Workshops sammeln, etwa mit „Programmierung mit und in SAP“, „Teachable Machine: Trainiere ein KI-Modell mit deinen eigenen Daten“ oder „Web-Workshop“. Besucher Jonas etwa hatte sich für „Handy-Apps mit AppInventor“ entschieden und entwickelte unter der Anleitung von Zehntklässler Peter eine lustige Tier-App mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Hardware gab es in der PC-Werkstatt zu bewundern und so mancher Hobby-Tüftler fachsimpelte dort mit den Schülern über Grafikkarten oder Prozessoren.
Wer sich zunächst einen Überblick über die Schule und das gebotene Programm machen wollte, konnte an einer Führung mit individueller Betreuung durch Schüler teilnehmen. Ebenfalls beliebt: Ein kurzer Stopp beim Stand mit dem Pfeil-und-Bogen-Schießen – virtuell mit der VR-Brille natürlich! Und wenn nach all den Attraktionen der Magen knurrte, so konnte man sich mit herzhaften Speisen und süßen Kuchen stärken und im Café mit Schülern und Lehrkräften weiter über die Schule und ihre Ausrichtung plaudern. So mancher IT-begeisterter Besucher war sich beim Verlassen der Veranstaltung sicher: „Hier passe ich hin, hier komme ich her.“